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Flittarder Köpfe

Fritz Schmitz
„Wer in den Fußstapfen eines anderen wandelt, hinterlässt keine eigenen Spuren.“ Dieses Zitat von Wilhelm Busch trifft mit Sicherheit nicht auf Fritz Schmitz zu; denn dessen Spuren sind unübersehbar.

Geboren wurde Fritz Schmitz am 21.10.1920 in Flittard. Er lebte mit seiner Familie in dem Haus, das sein Großvater gebaut hat. Nach seiner Schulzeit machte er eine Ausbildung als Kaufmann. Er übte diesen Beruf bis zu seiner Pensionierung aus.

Seine Liebe zur Kunst, insbesondere zur Malerei, war schon früh ausgeprägt. Immer und überall zeichnete und gestaltete er. Diese Neigung sollte ihn sein ganzes langes Leben begleiten.

Fritz Schmitz war mit Leib und Seele Flittarder. Am örtlichen Leben beteiligte er sich u. a. durch seine Mitgliedschaft in der St. Sebastianus Schützenbruderschaft. Bezeichnend für seine Verbundenheit mit dem Ort ist die Tatsache, dass er bei Schützenfesten niemals Urlaub machte. Er schätzte dieses Brauchtum, er wollte immer dabei sein. Die Entwürfe für mehrere Schützenkönigsplaketten zeugten auch hier von seiner Schaffensfreude.

18 Jahre ging er im Flittarder Karnevalszug mit. Er gestaltete mehrere große Themen-Karnevalswagen. Seine Mitgliedschaft im Bürgerverein war eine Ehrensache: Am 01. März 1993 trat er ihm bei!

In ganz besonderem Maße machte sich Fritz Schmitz als Flittarder Chronist verdient, indem er Zeichnungen von den wichtigen Baudenkmälern fertigte, bevor sie dem Abriss zum Opfer fielen. Sie sind zeichnerisch von hoher Qualität.

Als Mitherausgeber des Buches „Flittard von a-z“ fing er in seinen gekonnten Illustrationen die Atmosphäre Flittarder Sehenswürdigkeiten ein, die im Alltag kaum noch wahrgenommen werden.

Die Liste seiner künstlerischen Hinterlassenschaft ist außerordentlich beachtlich. Er entwarf die Säule Flittard 989 – 1989 auf dem Denkmalplatz. Von 5 eingegangenen Beiträgen wurde sein Entwurf des quadratischen Aufbaus ausgewählt.

Fritz Schmitz gestaltete die Krippe in der Pfarrkirche St. Hubertus. Diese Krippe wurde mehrfach für Führungen ausgewählt, u. a. deshalb, weil im „Bühnenbild“ die Stadt Jerusalem eine Rolle spielt. Besonders die handwerkliche Ausführung fand viel Lob, schließlich geht es nicht nur darum was gezeigt wird, sondern auch wie!

Bei der Renovierung des Kirchenturms hat er für den neuen Hahn auf der Turmspitze ein Modell gebaut.

Als Mitglied des Kirchenvorstandes war er jahrelang für das Archiv tätig, maßgeblich an der Ordnung beteiligt und mit der Erstellung des „Findbuches“ beschäftigt.

Ohne Fritz Schmitz wäre die 2-jährig stattfindende Ausstellung „Kunst und Handwerk in Flittard“ kaum denkbar. Er gehörte zu den Mitbegründern. Aus ihr ging später auch die erfolgreiche Skulpturen-Ausstellung „Einblicke-R(h)einblicke“ im Stammheimer Schlosspark hervor.

Vor der Kirche St. Hubertus steht die sog. „Priestersäule“. Fritz Schmitz schuf 1996 den Entwurf und fertigte das Modell, nachdem sie dann gebaut wurde.

Zeichnen, Malen, Gestalten war insbesondere in seinem Rentnerleben von besonderer Bedeutung. Mit großer Hingabe widmete er sich auch Auftragsarbeiten. Für viele Flittarder fertigte er Krippen, Bilder und Zeichnungen nach Wünschen, die an ihn herangetragen wurden, an.

Viele Bilder und Zeichnungen die an Köln oder an Flittard erinnern, sind heute in Trier, Leverkusen, Bergheim, Luxemburg und in den Niederlanden zu finden. Seine bleibenden Spuren sind aber ganz besonders in Flittard sichtbar.

90-jährig verstarb Fritz Schmitz am 13.6.2010. Seine letzte Ruhe fand er auf dem Friedhof in Flittard.

Die künstlerische Szene in Flittard ist durch seinen Tod bedeutend ärmer geworden.

Klaus Arand

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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