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Josef
Meyer
Josef
Meyer, geb. 18. März 1929 - Ehrenvorsitzender des
Bürgervereins Köln-Flittard von 1989 e. V.
Josef Meyer ging im
Jahre 1989 in den Ruhestand. Im Sommer desselben Jahres
feierte Köln-Flittard mit einem großen Volksfest das
1.000jährige Bestehen des Ortes. Aufgrund der
vorbereitenden Aktivitäten wurde der „Bürgerverein
Köln-Flittard von 1989. e. V.“ gegründet und Josef Meyer
bereits 1990 zum 1. Vorsitzenden gewählt. Diesen Vorsitz
übte er 12 Jahre aus, bis ihn gesundheitliche Gründe
2002 zur Niederlegung des Ehrenamtes zwangen. Seit
dieser Zeit ist er Ehrenvorsitzender des Bürgervereins.
Josef Meyer hat sich
von Anfang an mit seiner ganzen Energie bei erheblichem
Verzicht auf Freizeit für Flittarder Interessen
eingesetzt. Urlaub richtete sich ausschließlich nach den
Möglichkeiten, die ihm seine Arbeit als
Vereinsvorsitzender ließ, wobei ihn seine Familie stets
mit Rat und Tat unterstützte.
Innerhalb kurzer Zeit
bestand der Verein aus ca. 700 Mitgliedern und ist einer
der größten rechtsrheinischen Bürgervereine.
Josef Meyer war
gezwungen, eine effiziente Verwaltung mit einer
umfangreichen Archivierung aufzubauen, die er über viele
Jahre auch als eigentlicher Schriftführer leitete. Die
von ihm eingeführte EDV befindet sich auf einem recht
hohen Level.
Dies alles fand in den
ersten Jahren in seinem privaten Wohnbereich statt.
Später konnte ein Raum als Geschäftszimmer in der
ehemaligen Volksschule Hubertusstraße angemietet werden.
Nachfolgend sind die
wesentlichen Aktivitäten und Verdienste von Josef Meyer
während seiner 12jährigen Ehrenamtszeit beschrieben:
1.
Vierteljährlich erscheint die Informationsschrift ‚Flittard-Intern’,
zwischen 88 und 116 Seiten stark, in einer Auflage von
4.100 Exemplaren, die kostenlos an alle Flittarder
Haushalte verteilt wird. Josef Meyer erstellte diese
Schrift zunächst weitgehend allein, einschließlich der
Inserenten-Akquirierung, des Umbruchs (jeweils mit
druckreifen Vorlagen), Rechnungsstellung sowie der
Organisation der Verteilung im ganzen Ort!
2.
Denkmal
‚1.000 Jahre Flittard’! Im Jahre 1994 wurde nach
mehrjähriger Vorbereitung unter Federführung des
Bürgervereins das genannte Denkmal zur Erinnerung an die
Geschichte des Ortes errichtet und eingeweiht. Dem ging
eine umfangreiche Sanierung des ehemaligen Schulhofes an
der Hubertusstraße voraus, die Josef Meyer als Fachmann
(Bau-Ingenieur) leitete. Er aktivierte ehrenamtliche
Helferinnen und Helfer und legte auch selbst Hand an.
Der Denkmalplatz ist heute ein beliebter ‚Open-Air-Veranstal-tungsort’.
3.
Die
Sanierung des alten Schulhofes an der Hubertusstraße
(jetzt: „Dorfplatz“) regte Josef Meyer an. Seine Pläne
wurden 2005 umgesetzt. Er hatte zudem die Bauleitung
inne.
4.
Josef
Meyer initiierte die Aufstellung einer Pegelsäule in
Nähe des Rheindammes, auf der alle besonders hohen
Hochwässer verzeichnet sind.
5.
Für
Mitglieder und Nichtmitglieder organisierte Josef Meyer
von Anfang an Besichtigungen jedweder Art, z. B.
Krippenfahrten, WDR, Karnevalsmuseum, Friedhof Melaten,
Heizkraftwerk Niehl, Botanischer Garten, Partnerort
Esch, U-Bahn-Bau Abschnitt Mülheim, Großklärwerk
Köln-Stammheim, Feuerwache Scheibenstraße, Flughafen
Köln-Bonn, Wasserwerk Westhofen, Domdachführungen, Flora
etc.! Im Verlaufe der Jahre kamen so mehrere 1.000
Flittarder Bürger in den Genuss kultureller Angebote.
6.
Er
organisierte und leitete die alljährliche
‚Rheinuferreinigung’, an der sich im Frühjahr bis zu 150
Kinder und Erwachsene beteiligen!
7.
Als
Co-Autor hat er das Buch ‚Flittard von a-z’ erstellt, in
dem u. a. die Herkunft aller Straßennahmen vermerkt ist.
8.
Josef
Meyer initiierte und beteiligte sich an Radiosendungen
im Kölner Lokalfunk.
9.
Jedes
Jahr wird in der Weihnachtszeit auf dem Denkmalplatz ein
großer Weihnachtsbaum aufgestellt. Viele Flittarder
Bürger genießen die Konzerte des Männergesangvereins
sowie des Musik-Korps Köln-Flittard beim ‚Singen unter’m
Baum’! Sowohl die Aufstellung des Baumes als auch die
Konzerte sind auf seine Idee zurück zu führen.
10.
Während
seiner langjährigen Tätigkeit hat Josef Meyer ungezählte
Termine wahrgenommen, Tausende von Telefonaten geführt,
regelmäßige Vorstandssitzungen sowie
Jahreshauptversammlungen vorbereitet und geleitet. Stets
repräsentierte er den Bürgerverein bei Veranstaltungen
anderer Ortsvereine. Er gratulierte persönlich allen
Flittarder Bürgerinnen und Bürgern zu ‚runden
Geburtstagen’ (90, 95, 100 Jahre), und war auch bei
Gold- und anderen Jubiläumshochzeiten gern gesehener
Gratulationsgast. Andererseits nahm er an den
Beerdigungen verstorbener Vereinsmitglieder teil.
11.
Er
initiierte und organisierte jährlich stattfindende
Treffen aller Ortsvereinsvorstände zwecks gemeinsamer
Terminabsprachen, ebenso regelmäßige Treffs mit dem
Vorstand des Bürgervereins Köln-Stammheim. Er nahm
regelmäßig an den öffentlichen Sitzungen der
Bezirksvertretung Köln-Mülheim teil.
12.
Josef
Meyer unterstützte intensiv die über etliche Jahre
durchgeführte ‚Aktion Dibrivka’, deren Schirmherrschaft
der Bürgerverein übernommen hatte. Es handelte sich
hierbei um Sammlungen von Hilfsgütern, die mit vor Ort
organisierten Lastwagen in die Ukraine gefahren wurden.
13.
Meldeten
sich Flittarder Bürger, um Anregungen zu geben oder
Verbesserungsvorschläge zu unterbreiten, hat sich Josef
Meyer immer selbst die
Übersicht verschafft und sich dann für deren Belange
eingesetzt. Viele ‚Ortsverschönerungen bzw. –verbesserungen’
kamen so zustande, deren Aufzählung hier sicher zu weit
führen würde.
14.
Bei allen
Aktivitäten hat Josef Meyer stets bedingungslos sowohl
politische als auch weltanschauliche Neutralität
gewahrt. Er meinte: „Wir sind für alle Bürger
da, nicht für ausgesuchte!“
Aufgrund seiner
Kompetenz sowie seiner Neigung, wirklich immer nur
Machbares erreichen zu wollen, war er ein stets
akzeptierter Ansprech- und Verhandlungspartner, ob es
sich nun um Gespräche mit Vertretern bei Behörden und
Ämtern, Parteien, Firmen oder Privatpersonen handelte.
Auch jetzt, als
Ehrenvorsitzender, nimmt er auf ausdrücklichen Wunsch
des Vorstandes regelmäßig an dessen Sitzungen teil,
nimmt weiterhin zahlreiche Termine wahr und wirkt noch
immer federführend bei der Herstellung von ‚Flittard-Intern’
mit. Nach wie vor handelt er getreu seiner Maxime:
„Alles zum Wohle Flittards!“
Die Bewohner des ganzen
Ortes sind Josef Meyer für seine geleistete Arbeit zu
größtem Dank verpflichtet.
Anlässlich seiner
Verabschiedung als Vorsitzender des Bürgervereins
Köln-Flittard von 1989 e. V. wurde der Denkmalplatz
inoffiziell zum „Josef-Meyer-Platz“ umbenannt. |