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Köln-Flittard - ein Ort und seine Seele
Dat Büdche muss blieve!
(siehe auch: "Edekamarkt in Flittard" aus "Flittard intern"
In der Siedlung gibt es kein richtiges Lebensmittelgeschäft mehr. In Alt-Flittard haben wir den ALDI und den SPAR. Und jetzt soll noch EDEKA dazukommen und dafür unser Büdchen abgerissen werden. Wozu?
Unser Büdchen gehört zur Seele des Ortes. Ständig schließt irgendein Geschäft in Flittard, und damit geht wieder ein Stück der Wärme unseres Stadtteils verloren. Wenn sonst zunehmend Anonymität in den Supermärkten normal ist, dann gibt es hier noch individuelle persönliche Betreuung.


In welchem Geschäft hält das Personal die Computerzeitschrift 14 Tage zurück, weil der Kunde im Urlaub ist? In welchem Geschäft hat der Verkäufer die Geduld, wenn ein Kind seine individuelle Bonbontüte zusammengestellt haben will? Wo kann man eine Zeitschrift zur Ansicht bestellen, die bei Nichtgefallen anstandslos zurückgeschickt wird?
Frau Buhles pflegt ein vertrauensvolles und fröhliches Verhältnis zu ihren Kunden, die es ihr auch reichlich danken. Ein kurzes oder auch längeres Schwätzchen sind immer drin.
(Übrigens gelten die Aussagen im Prinzip auch für die anderen Einzelhandelsgeschäfte in unserem Ort.)
Das Angebot einschließlich der KVB-Fahrkarten, die besonderen Öffnungszeiten am frühen Morgen oder auch an Sonn- und Feiertagen, die qualifizierte Lage an den Bushaltestellen und in der Flittarder Einkaufscity sowie auf dem Weg zu Bayer stellen den Standpunkt des Büdchens als besonders hervorragend heraus: hier wird so ein Büdchen am meisten gebraucht.

Wenn aus wirtschaftlichen Gründe Inhaber ihr Geschäft nicht mehr halten können, ist das traurig genug. Wenn man aber einen florierenden Kleinbetrieb wie den Kiosk von Frau Buhles schließen will, nur damit zwei Parkplätze mehr auf dem alten Bahnhofsgelände entstehen können oder "städtebauliche Gründe" herangezogen werden, dann stimmen die Verhältnisse nicht mehr. Gut. Wenn man meint, dass man noch einen Edeka in Flittards City braucht - das ist das Problem der Investoren. Aber wenn dafür ein Stück Flittard verschwinden soll, dann ist das Sache der ganzen Bevölkerung. Und was das "weitere Einzelhandels-/Dienstleistungsnutzungs"-Gebäude an der Evergerstraße werden soll, weiß man noch nicht. Aber dass das Büdchen verschwinden soll, das weiß man!
Die Meinung der Flittarder Bevölkerung ist eindeutig: "Wat soll dat dann? Dat Büdche muss blieve!"
Unabhängig von der Diskussion, wie das Gelände bebaut oder gestaltet werden soll, kann man nun wirklich nicht einsehen, warum das Büdchen plötzlich stört. Selbst wenn die anderen Pläne - wie sinnvoll sie auch immer sind oder auch nicht - verwirklicht werden sollten, ist es absolut unnötig und uneinsichtig unser Büdchen verschwinden zu lassen.

Ralf Kurth


Copyright © 1996-2003 Webmaster@Köln-Flittard Letzte Bearbeitung: 31. Oktober 2003